Konzertreview
written by Hummel (11.10.2004)
Aktualisiert am 17.09.2008
PLAYLIST:
01. Reise, Reise
02. Keine Lust
03. Morgenstern
04. Dalai Lama
05. Stein um Stein
06. Ohne dich
07. Mein Teil
08. Los
09. Amerika
10. Moskau
11. Amour
12. Sonne
13. Du hast
18.00 Uhr, die Frisur hält. Schnell noch 'ne Fahrkarte geholt und ab zum Ostbahnhof, wo ich mich mit Peter treffen werde. Nach 'n paar Minuten haben wir uns dann endlich gefunden und sind zum Alexanderplatz gefahren. Da Peter sich immer auskotzt dass es bei ihm nur Becks gibt, wollt ich ihm mal richtiges Bier zeigen. Tja, nix Bier da. Naja, sind wir halt erstmal zum Knaack gefahren in einer mehr als überfüllten Tram. Angekommen war es schon recht voll vorm Knaack. Für uns beide ging's erstmal zum Dönermann, dort haben wir dann einige bekannte Menschen gesichtet. Marco, Sandy, Robert und Marcel saßen gemütlich in 'ner Runde. Gut, der Döner Laden hatte dann auch Bier und wir waren zufrieden. Es ging raus und nach 'ner Zeit kamen dann auch Marco, Sandy, Robert und Marcel nach.
Nach einiger Zeit warten, die man sich mit Fachgeplänkel vertrieb, öffnete sich dann auch die Kasse. Nachdem man 'n Stempel und Ticket hatte musste man zum Einlass. Ziemlich schlecht organisiert, vor drei Jahren ging das besser über die Bühne. Naja, was sollls. Nachdem jeder seinen Stempel und sein Ticket hatte ging's ins inzwischen ziemlich gut gefüllte Knaack. Jeremy habe ich auch noch kurz kennen gelernt, netter Kerl. Nach ca. einer halben Stunde kamen dann die Rammsteiner aus einer Hintertür mitten durchs Publikum auf die Bühne. Paul schnappte sich sein Mikrofon und begrüsste die Fans mit: "Guten Morgen, wir spielen jetzt 11 Lieder und dann hauen wir wieder ab."
Als erstes ging's dann mit "Reise, Reise" los, das live mal richtig rein haut. Es wurde in einer etwas längeren Fassung gespielt, was das Lied allerdings nicht schlechter machte. Danach ging's dann gleich mit "Keine Lust" weiter, das auch gut ab geht. Sowieso eins meiner Lieblingslieder vom neuen Album. Bei den ersten Songs war die Akustik noch nicht 100%ig, das Keyboard war u.a. viel zu leise, was nach einiger Zeit aber behoben wurde. "Morgenstern" wirkte wie eigentlich alle Songs besser, härter und brachialer wie auf dem Album. Bei den Chören bekam so mancher, mit mir eingeschlossen, eine Gänsehaut. Bei "Dalai Lama" ging dann auch der Letzte aus seiner Haut, "Weiter, weiter ins Verderben, wir müssen leben bis wir sterben" hauchte Till ins Mikrofon dass die Balken bebten. Vor "Stein um Stein" gab's dann 'ne schöne Ansage von Till: "Ein Lied für alle Bauarbeiter". Einige Zeilen hat er die Fans mitsingen lassen und Peter, Robert und ich waren wohl die Lautesten.
Danach wurde es mit "Ohne dich" melancholisch, was die Stimmung jedoch auf keinster Weise trübte. "Mein Teil" war dann der absolute Kracher, anders wie auf dem Album wird das Metzgermeister-Intro gespielt, die erste Strophe haben dann lauthals die Fans gesungen und dann Till noch mal. Der Song ist der absolute Live-Burner. Sogar Peter, der den Song eigentlich eher schlecht als recht findet, war begeistert. Till teilte sich mit den Fans der ersten Reihe eine Flasche Wein, hat man ja auch nicht alle Tage. Bei "Los" gings dann akustisch zu, Richard und Paul schön mit Akustik-Gitarren und Ollis Bass dröhnte hier besonders extrem. Till hat dann auch wie bei der Motor Music Party die Mundharmonika gespielt. Weiter ging's mit "Amerika", das live zum Glück nicht mehr so poppig wirkt wie auf Platte. Den Refrain ließ Till uns des öfteren mitsingen. Nach "Amerika" folgte dann mal wieder eine kleine Ansage von Till:"Von Amerika kommen wir jetzt zu Moooskaaaaauuuuuuu". Mit "Moskau" können sich viele nicht so anfreunden wegen der Sängerin. Till sang die russischen Parts der Sängerin bei der "Ich sehe was..."-Stelle auf deutsch, schöne Performance. Nun kam mit "Amour" der elfte und letzte Song vom neuem Album. Till gab noch mal eine lustige Ansage zum besten: "Ein Lied über die Liebe ... üüüüübeeer diiieee Liiiiiiieeebäääää", es gibt nicht viel zu "Amour" zu sagen, kein besonders gut geeigneter Live Song, der aber wie alle anderen Songs live besser wirkt.
So, das war's dann offiziell. Schneider schnappte sich das Mikrofon und bedankte sich mit den Worten: "Ihr wart spitze!" bei den Fans und die Jungs verabschiedeten sich. Nach einigen Zugabe-Rufen gab's noch zwei Songs als Zugabe. "Sonne" war die erste Zugabe, wie gewohnt ein schöner Headbanger. Paul friemelte ein komisches Solo zusammen und Till schreite ihn mit den Worten "Hör auf mit dem Scheiss!" an, sehr witzig. Danach kam mit "Du hast" der letzte Song des Abends. Muss man nicht viel drüber sagen, kennt jeder. Es gab wie immer Stellen wo die Fans wieder mitsingen konnten. Gut, das war das Konzert. Nach einer halben Stunde kamen dann Till, Flake, Richard und Paul raus, um unzählige Autogramm- und Fotowünsche zu erfüllen. Peter und ich ließen uns dann auch ein, ein Foto mit Paul zu machen.
Ein bisschen wurde noch miteinander geschnackt und danach gingen dann Robert, Marcel, Marco und Sandy auch. Peter und ich mussten noch die Nacht durchmachen weil Peters Zug erst gegen halb 5 Uhr kommen würde. Wir sind dann aus'm Knaack abgehaun und zum Döner rüber. Dort haben wir noch was gefuttert und 'n Bierchen gezischt. Ich wär dann fast eingepennt, und dann dachten wir uns: "Gehen wir halt zum Bahnhof." Ja, scheiss Idee, arschkalt draussen und noch eiskalter Wind. Am Bahnhof angekommen, setzten wir uns in eine warme Ecke. Die Leute haben uns natürlich für irgendwelche Junkies gehalten. Erst wollte uns einer Kiff verkaufen, der andere hatte Koks dabei. Irgendeiner hat dann noch Stress gemacht weil er 'n Paper brauchte, wir aber keins hatten. Verständlicherweise hatten wir dann keine Lust mehr auf die Idioten und sind dann zum Frühimbiss, wo mir Peter netterweise was ausgegeben hat. Danach ging's dann zu Fuß zum Ostbahnhof, weil von da sein Zug fahren sollte. Angekommen hatten wir noch 'ne halbe Stunde Zeit, die aber ziemlich schnell verging. Um 4.17 Uhr kam dann meine S-Bahn und ich verabschiedete mich von Peter, der dann auch gleich nach Hause gefahren ist. Hundemüde bin ich dann eine Stunde später zu Hause angekommen und in mein Bett gefallen.
Fazit: Toller Abend in einer netten, kleinen und unterhaltsamen Runde.
Rammstein-Austria.com
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